einloggen/ausloggen Konto & Warenkorb ansehen Hilfe und FAQ Allgemeine Geschäftsbedingungen
Startseite erweiterte Suche allg. Informationen Spenden Links
  Home   Kontakt   Impressum  News  Termine  Bestseller & Tipp des Monats    
  Sie sind unser 7683138. Gast  
     
 
  news    
 
 
    Archiv: 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008

"GehDenken", Stadtrundgang: Vielfältige Informationen an 14 Stationen

Erstellt am 17. Dezember 2012

 

Am 16.12.2012 fand zum Jahrestag der Bombardierung von Siegen am 16.Dezember 1944 ein Aktionstag „GehDenken“ statt. Das Siegener Bündnis für Demokratie und Toleranz hat den Aktionstag veranstaltet.
Verschiedene Gruppierungen, Verbände und Vereine haben an 14 Stationen, Informationen, Ausstellungen zu historischen und themenbezogenen Aspekten präsentiert. Neben den Stationen gab es drei größere Veranstaltungen. Die erste war das Stille Gedenken am Dicken Turm, die zweite Veranstaltung an diesem Tag war die Verlegung eines Stolpersteins in der Marburger Straße 45. Dort lebte Hilde Windecker, die vor der Deportation auf der Flucht starb. Den Schlusspunkt von „GehDenken“ setzte ein ökumenischer Gottesdienst in der Nikolaikirche.

Die Mediathek hat die Veranstaltung mit einem Infotisch mit themenbezogenen Materialien unterstützt. Der Infostand wurde von zahlreichen interessierten Passanten, sowie Siegener Politikern besucht. Dabei hat es einen guten Austausch mit vielen Anregungen gegeben.


Bild für:

Workshop „Medien und Materialien für die Bildungsarbeit gegen „Diskriminierung und Rassismus“

Erstellt am 15. November 2012

 

Am 09.11.2012 wurde in der Mediathek ein Workshop „Medien und Materialien für die Bildungsarbeit gegen Diskriminierung und Rassismus“ angeboten und durchgeführt.
Dieser richtet sich vor allem an die Fachkräfte der Integrationsagenturen in NRW, welche den Bestand unserer Mediathek vor Ort sichten und sich einen Überblick über die geeignete Auswahl entsprechender Materialien machen können. Im Fokus stand hier der aktualisierte Anti-Rassismus-Trainings Koffer. Unter den Interessierten waren z. B. Fachkräfte aus den Antidiskriminierungsbüros Köln und Bottrop, Leute aus dem Job Center Siegen und der Gesamtschule Siegen,

Nach Begrüßung und Vorstellung, wurden der Arbeitsbereich und die Aufgaben der Mediathek anhand einer Powerpointpräsentation erläutert.

Zum Einstieg in die Antirassismus Arbeit, wurde der Film „ Mobile“ gezeigt. Dieser zeigt, dass, auch wenn man sich einsam fühlt, es immer irgendwo einen Freund gibt. Der Film beinhaltet die Themen Ausgrenzung, Außenseiter, Freundschaft, Individuum/ Gemeinschaft, Integration, Inklusion, Parabel. Der MOBILE ist für den Einsatz im Religionsunterricht zu den Themen Außenseiter – Gemeinschaft – Soziales Lernen, in der Grundschule ab dem 3. Schuljahr geeignet.

Nach einer kleinen Pause wird dann der A RT (Anti-Rassismus-Training) Koffer besprochen. In diesem befinden sich viele Materialien für die Anwendung und Durchsetzung der Antirassismusarbeit. Anhand verschiedener Ordner im ART Koffer wurde der Definitionsbegriff Rassismus durch Lern- und Übungsspiele erklärt.

In diesem Koffer befinden sich im Gelben Ordner drei Filme mit den dazugehörigen Arbeitsblättern. Zum einen ist da der Film „ JUMP!“, in welchem die Frage Rechtsextremismus behandelt wird. In „ OUT NOW “ geht es um die sexuelle Orientierung Jugendlicher und dann ist da noch der Film „Arbeit macht Frei“, in dem es um Neonazis und Rechtsextremismus geht.

Auch einen vierten Film kann man im Koffer finden. Darin geht es um Gespräche mit Zeitzeugen des Holocaust. Im Blauen Ordner befinden sich Spiele. Der Einsatz und die Anwendung der Filme und der Spiele wurden erklärt.

Zu dem Thema Vorurteile wurden anhand einer Spielübung: „ Frauenbilder - Erster Eindruck“ Fotos von sechs Frauen gezeigt. Innerhalb weniger Sekunden mussten diese beurteilt werden. Dadurch wurde den Teilnehmern klar, wie schnell man Leute falsch beurteilen kann, obwohl man sie gar nicht kennt. Ein Rollenspiel wurde durchgeführt und die methodische Erklärung dieses Spieles erläutert.

Für die verschiedenen Themen wurden auch exemplarische Unterrichtsmaterialien wie z. B. Ordner für die Unterrichtsmaterialien, Bücher, DVD´s und CDs auf einem Infotisch dargestellt. Zum Schluss gab es einen Auswertungsbogen, so dass die Teilnehmer ihre Anregungen, Kritiken und Wünsche äußern und den Workshop benoten konnten. Die interessierten Teilnehmer haben auch viele Materialien ausgeliehen.


Bild für: Workshop „Medien und Materialien für die Bildungsarbeit gegen „Diskriminierung und Rassismus“

Autorenlesung: Imre Török, " Akazienskizze"

Erstellt am 25. Oktober 2012

 

Am 21.10.2012 hatte der „Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V.“ einen besonderen Gast, den Autoren Imre Török. Dieser las in der„Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung“ aus seinen Büchern „Akazienskizze Neue und alte Geschichten. Phantasieflügel“ und „Luzius“.
Die Geschichten in „Akazienskizze Neue und alte Geschichten. Phantasieflügel“ erzählen von Begegnungen in der Heimat und in der Fremde. Als Flüchtling vor Jahren nach Deutschland gekommen, beherrscht Imre Török die Kunst, in seinen Geschichten Diskriminierung, Integration, Ausgrenzung, Heimat, Exil, Flucht, Fremdenfeindlichkeit in einer witzigen und leichten Art zu thematisieren. Seine Wortspiele und Doppeldeutigkeiten sind leise-humorvoll und pointiert. Er hatte viel Nachdenkenswertes zu sagen und hat nie dick aufgetragen, als er den Anwesenden einiges zum Thema Minderheit, Fremde und Vorurteile ins Herz geschrieben hat.
Ganz anders das Buch „Luzius“ aus dem Imre Török las. Dies ist märchenhaft und handelt von einer Prinzessin, Nomaden und vielen wunderlichen und gefährlichen Abenteuern eines neugierigen Glühwürmchens namens Luzius. Dieses Werk zeichnet sich durch Wortwitz, Poesie und unbändige Fabulierlust aus.
In einer kleinen aber gemütlichen Runde lauschten die Anwesenden mit voller Begeisterung und Aufmerksamkeit der Lesung in der Imre Török als mitreißender Erzähler und Meister in den verschiedenen Tonlagen seiner Figuren „Absurdistan“ erklärte und den Zuhörenden das Licht erfüllte „Illuministan“ näherbrachte.
Alle Fragen des interessierten Publikums wurden beantwortet und der Abend ging in einer freundlichen, angenehmen Atmosphäre zu Ende.


Bild für: Autorenlesung: Imre Török,

Veranstaltung= „Siegen und Vielfalt bedeutet Siegen“

Erstellt am 08. Oktober 2012

 

Veranstaltung= „Siegen und Vielfalt bedeutet Siegen“
Theater, Musik, Infos und mehr wurde Samstag am 22.09.2012, am Anfang der Bahnhofstraße, geboten, das alles unter der Überschrift „Siegen und Vielfalt bedeutet Siegen“
Von 10 bis 17 Uhr gab es ein Programm, das neben Unterhaltung auch die umfangreiche Antidiskriminierungsarbeit in Siegen vorstellen sollte, darunter hat die Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung den aktuellen Medien über das Thema Diskriminierung, anhand eines Infostandes präsentiert.
Insgesamt beteiligten sich 15 Organisationen an diesem Aktionstag, darunter INVEMA; Caritas und Diakonie, Alter Aktiv sowie Beratungsstellen für Erwerbs- oder Wohnungslose.
Auf der Bühne zeigten Jugendliche zweimal eine Mischung aus kurzen Theaterstücken, Musik und Tanz zum Thema vor. Außerdem gab es über den Tag verteilt Auftritte von Rappern, der Gruppe „Ritmo Flamenco“, des Trommelclubs „ Blue Hawaii“, der AWO-Wohnstätte in der Hengsbach. Mohamed El-Chartouni alias, „Micathlet“ oder einfach „Mo“ war ebenfalls zu erleben, unter anderem auch im Duett mit Lars Dettmer als schlagfertiger Ansager.
Bürgermeister Steffen Mues hob den Stellenwert der Veranstaltung hervor.


Bild für: Veranstaltung= „Siegen und Vielfalt bedeutet Siegen“

Workshop zum "Toleranz fördern-Kompetenz stärken"

Erstellt am 05. September 2012

 

Toleranz fördern- Kompetenz stärken“, unter diesem Motto stand am 30.08.2012 der zweite Workshop zum gleichnamigem Förderprogramm des Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend. der in Geisweid stattfand. Ziel des Programms ist es, Projekte und Ideen, die sich für eine tolerante und demokratische Gesellschaft frei von Rassismus, Rechtsextremismus und Fremdenfeindliche einsetzen (finanziell) zu fördern.

Siegen ist bereits mit einem lokalen Aktionsplan beteiligt am Programm. Lokale Akteure aus Politik und Gesellschaft – von Kirchen über Vereine und Initiativen bis hin zu engagierten Bürgerinnen und Jugendlichen entwickeln hier zusammen eine Strategie speziell für den Raum Siegen. Diese Strategie dient dann als „Leitfaden“ für geplante Projekte.
In Siegen hat man folgende Schwerpunktthemen herausgearbeitet, die in Projekten münden sollen:
1. Bekämpfung rechtsextremistischer Bestrebungen bei jungen Menschen
2. Demokratie- und Toleranzerziehung
3. Stärkung der demokratischen Bürgergesellschaft
4. Interkulturelles Lernen/interreligöses Lernen & antirassistische Bildungsarbeit

Im Rahmen des Workshops hatten alle Teilnehmerinnen zunächst die Möglichkeit sich über die bereits gelaufenen Projekte zu informieren und mit anderen engagierten Bürgerinnen in lockerer Atmosphäre ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Auch die Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung hatte so die Gelegenheit, sich mit einem Infotisch zu präsentieren und Anregungen auszutauschen.

Im Anschluss an die Vorstellung der Projekte ging es weiter in kleineren Arbeitsgruppen um einzelne Aspekte zu vertiefen und Ideen zu sammeln für die weitere Arbeit.
Die Mediatheksmitarbeiterinnen schlossen sich der Gruppe „Rechtsextremismus in Siegen- Wittgenstein“ an.
Nach einer Bestandsaufnahme über rechte Gewalt im Raum Siegen diskutierten die Teilnehmerinnen der Arbeitsgruppe mögliche Handlungsempfehlungen und Zielsetzungen für weitere Projekte.

Die ZUSAMMENFASSUNG: alle müssen wachsam sein um die rassistischen Strukturen in ALLEN Formen anzugehen. Wichtig ist, die Lehrerinnen an den Schulen für die Problematik zu sensibilisieren, latente und versteckte Formen von Rassismus und Diskriminierung aufzudecken und als solche zu entlarven, aber auch Beratungsangebote für betroffene Eltern, bzw. Aussteiger auszubauen.





Bild für: Workshop zum

„Hennamond - Mein Leben zwischen zwei Welten“, Frau Sonja Fatma Bläser

Erstellt am 29. Juni 2012

 


Am 20 und 21.06.2012 las die Autorin, Frau Sonja Fatma Bläser von ihrem Buch: „Hennamond - Mein Leben zwischen zwei Welten“ in zwei Siegener Schulen, Ganztagshauptschule Achenbach und Bertha-von-Suttner Gesamtschule. Die Lesung war eine Kooperationsveranstaltung der Mediathek, den beiden Schulen und der Stadt Siegen. Zu Beginn der Lesungen stellte die Mediathek ihre Arbeit vor und wies auf die Möglichkeit der kostenlosen Ausleihe von Büchern und Filmen gegen Rassismus und Diskriminierung hin (www.mediathek-siegen.de)
Sonja Fatma Bläser (geboren im Jahr1964 in Ostanatolien), ist eine deutsch-kurdische Schriftstellerin, die seit ihrem neunten Lebensjahr in Deutschland wohnt. Die Geschichte von Frau Bläser erzählt über eigener Zwangsverheiratung und gleichsam aus eigener Anschauung den Themenkreis Zwangsverheiratung und Ehrenmord in einem anatolischen Dorf zwischen 1964 und 1973. Frau Bläser, die neben zahlreichen Lesungen auch Diskussionsrunden zum Themenkreis ihres Buches an Schulen leitet, wurde als Vorkämpferin gegen Unterdrückung von Frauen in orthodox-muslimischen Familien und Gesellschaften mit dem Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet.
Am 20.06.2012 schilderte Frau Fatma Soja in sehr bewegenden Worten von der Beratungsstelle Hennamond ihre Lebensgeschichte vor Schülern, 8. und 9. Klasse der Ganztagshauptschule Achenbach. Sie las aus ihrem Buch und durch zusätzliche Schilderungen zum Thema Gewalt gegen Mädchen und Frauen und Zwangsheirat zog sie die Zuhörer in ihren Bann. Die Schülerinnen und Schüler hingen regelrecht an ihren Lippen. Etlichen war die Thematik nicht neu, waren sie doch selbst schon betroffen oder hatten mitbekommen, dass Mitschülerinnen verschwanden und verheiratet worden waren.
Am Donnerstag, den 21. Juni war Frau Fatma Bläser zu Gast an der Bertha-von-Suttner Gesamtschule Siegen. Zu der Reihe „Begegnung“ referierte die Autorin über ihre Erfahrung mit dem Thema. Selbst als 17 jährige Zwangsverheiratet schildert sie erzählend und lesend ihre Erlebnisse über ihren Weg zu einem eigenständigen Leben.Für die Pädagogik Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse hat das Thema besondere Aktualität. Einerseits durch die Nähe zu Schülerinnen und Schülern, die durch ihre Herkunft und Familienbiographie Erfahrungen mit Zwangsverheiratung haben und andererseits als Schwerpunktthema in der 13. Klasse.
Schülerinnen nach dem Vortrag nach ihren Eindrücken befragt antworten: „ Der Besuch und Vortrag der Schriftstellerin Fatma Bläser an unsere Schule hinterließ einen bleibenden Eindruck und ein tiefes Mitgefühl betreffend der Problematiken Zwangsverheiratung, interkultureller Differenzen und Integration.
Der Eindruck, der uns durch den Bericht über ihr eigenes Schicksal gewählt wurde, machte auf die Aktualität und Wichtigkeit dieser Probleme und ihre Bekämpfung aufmerksam. Innerfamiliäre Probleme insbesondere dieser Thematik bleiben bisweilen Tabuthemen in der Öffentlichkeit und Persönlichkeiten wie Fatma Bläser helfen uns Schülern und der Allgemeinheit diese gesellschaftlichen Probleme, auch als solche wahrzunehmen und ihnen nicht weiter mit Ignoranz zu begegnen. Es handelt sich nicht um die Probleme des Einzeln, sondern um die unserer Gesellschaft als Ganzes, wie Fatma Bläser deutlich zu verstehen gab.
Beide beteiligten Schulen an diesem Projekt waren von der Lesung mit Frau Sonja Fatma Bläser begeistert und würden gerne Kooperationsveranstaltungen mit der Mediathek und die Stadt Siegen durchführen.





Bild für: „Hennamond - Mein Leben zwischen zwei Welten“, Frau Sonja Fatma Bläser

Besuch: Schülergruppe der Ev.Gymnasium Siegen –Weidenau

Erstellt am 29. Juni 2012

 

Am 25.06.2012 wurde die Mediathek von einer Schülergruppe der Ev.Gymnasium Siegen –Weidenau und Schüleraustauschgruppe aus Israel in der Begleitung ihrer Lehre besucht.
Die Gruppe beteiligt sich an „exodus reloaded, ein Austauschprojekt des Ev. Gymnasium Siegen – Weidenau & der Ramot Hefer High School, Israel. Die Gruppe sammelt in Siegen Geschichten zu Flucht & zuflucht. Das Projekt wird gefördert im Programm „EUROPEANS FOR PEACE“ der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“

Nach einer Begrüßung, präsentierte die Mitarbeiterinder der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung Nahid Yahyai die Arbeit der Mediathek. In ihrem einführenden Referat über den Aufgabenbereich der Mediathek verdeutlichte sie dabei auch die Zusammenhänge mit der Antidiskriminierungsarbeit. Nach der Präsentation wurden die offenen Fragen über die Arbeit in der Mediathek geantwortet.

Danach wurde der Kurzfilm „Hand in Hand“ gezeigt. Der Film setzt sich mit dem Thema Vorurteile und Diskriminierung humorvoll und verständlich auseinander. Der Film wurde mit voller Begeisterung wahrgenommen.

Anschließend wurde das Thema „Flucht und Asyl“ thematisiert und zahlreiche Fragen beantwortet. Frau Yahyai selbst als Flüchtlinge und tätig in der Flüchtlingsberatung, konnte ausführlich über ihre eigene Fluchtsgeschichte erzählen und die Gruppe über die Flüchtlingsfällen und deren Problematik in der Beratung informieren und eine authentische und überzeugender Eindruck hinterlassen.
Die diversen Medien wurden, mit großem Interesse wahrgenommen.


Bild für: Besuch: Schülergruppe der Ev.Gymnasium Siegen –Weidenau

Rechtsextremismus in Siegen

Erstellt am 16. Mai 2012

 

Am 08.03.2012 wurde die Veranstaltung zu „Rechtsextremismus in Siegen“ durch gemeinsame Arbeit und Organisation von Antidiskriminierung Büro Stadt Siegen und Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung durchgeführt.
Herr PD Dr. phil. habil. Oliver Decker hielt einen wissenschaftlichen Vortrag über Situations- und Ressourcenanalyse im Rahmen des Lokalen Aktionsplans für das Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ und eingehend auf den Strukturwandel und die Vernetzung der rechten Szene in Siegen.
Im Anschluss hat er dem Publikum Handlungsempfehlungen seiner Expertise vom Nov. 2011 vorgestellt

Zum Beginn des Vortrags hat Dr. Decker der Begriffe Rechtsextremismus, die rechtsextreme Einstellung, rechtsextreme motivierte Straftaten und Gewalttaten im Bund erklärt.
Man kann an der rechtsextremen Einstellung Dimensionen unterscheiden: Befürwortung einer Diktatur, Chauvinismus, Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus, Sozialdarwinismus und Verharmlosung des Nationalsozialismus. Die rechtsextreme Einstellung findet sich, je nach Dimension, bei 5% bis 30% der Bevölkerung.

NRW weist gegenüber der bundesweiten Ausprägung einige Besonderheiten auf. So ist die Ausländerfeindlichkeit unterdurchschnittlich stark ausgeprägt, dagegen sind aber wird Antisemitismus und Sozialdarwinismus überdurchschnittlich stark vertreten. Die ausländerfeindliche Einstellung bietet sich Rechtsextremen als „Brückenfunktion“ an, wie die entsprechenden Parteien und Organisationen frühzeitig erkannt haben.
Für die Situations- und Ressourcenanalyse zum Rechtsextremismus in Siegen wurden verschiedenen Zugänge genutzt. Zum Einsatz kamen fragebogengestützten (papier-pencil) und direkte (face-to-face) Experten/ Expertinneninterviews. Für die fragebogengestützten Interviews wurden 62 Vereine und Initiativen und 48 Schulen in Siegen kontaktiert.
Für die Situationsanalyse des Rechtsextremismus in der Stadt Siegen interessiert vor allem, dass von einer Schwächung der sichtbaren „Opposition im System“, nämlich der NPD, keinesfalls auf eine Schwächung des Rechtsextremismus insgesamt geschlossen werden darf. Aber die Rechtsextrem motivierte Straf- und Gewalttaten zeigen eine Radikalisierung in der rechtsextremen Szene. Die kontinuierliche Gewalt von Rechtsextremen macht deutlich, dass unabhängig von rechtsextremen Parteien wie der NPD oder den REP, eine organisierte rechtsextreme Szene in Siegen aktiv ist. Ein Ergebnis der Situationsanalyse ist es, dass die Ausländerfeindlichkeit das größte Problemfeld für die Arbeit gegen Rechtsextremismus in Siegen darstellt. Die Ausländerfeindlichkeit ist in all ihren Erscheinungsformen die „Einstiegsdroge“ in den Rechtsextremismus.

Dr. Decker hat bei der Ressourcenanalyse hinzugefügt, dass die Stadt Siegen bereits verschiedene Projekte initiiert, die als Ressourcen in der Arbeit gegen Rechtsextremismus angeführt werden können. In der Stadt Siegen existierten gut etablierte Strukturen für die Arbeit gegen Rechtsextremismus und für die Demokratie. Die Stadt Siegen ist z.B. seit dem 15.10.2008 als eine von 19 bundesdeutschen Städten Mitglied der UNESCO-Städtekoalition gegen Rassismus.
Als Abschluss und Handlungsempfehlungen wurden die Experten und Expertinnen nach konkreten Projektvorschlägen befragt: Die häufig genannte Forderung nach einer besseren Vernetzung der Arbeit ist oft mit einem wichtigen Hinweis versehen: Die Vernetzung sollte sich nicht auf die zivilgesellschaftlichen Akteure innerhalb Siegens beschränken, da das Netzwerk der Rechtsextremen überregional organisiert sei. Darauf müsse man reagieren.

Nach dem ca. einstündigen Vortrag gab es die Möglichkeit zur Diskussion und Fragestellungen. Die Veranstaltung wurde vom zahlreichen Publikum sehr gut angenommen und sehr lebhaft diskutiert. Die Mediathek hat die Veranstaltung mit einem Infotisch über das Thema „Rechtsextremismus“ durch verschiedene Materialien, unterstützt und hat gleichzeitig das interessierte Publikum, Medien ausgeliehen.




Bild für: Rechtsextremismus in Siegen

Gruppenbesuch der Bezirksregieung/ Arnsberg in der Mediathek

Erstellt am 27. April 2012

 

Am 17.04.2012 wurde die Mediathek von Herrn Hetmann, Bezirksregierung in Arnsberg und seinen Kollegen aus der Internet- und Medienabteilung besucht.
Die Regierungsbezirke sind Einrichtungen der Landesverwaltung im Land Nordrhein-Westfalen. Die Bezirksregierungen sind in Nordrhein-Westfalen Landesmittelbehörden und übernehmen damit in der Verwaltungshierachie eine mittlere Stellung zwischen der Ministerialebene und den unteren Landesbehörden sowie den Kommunen. Seit dem 1. Januar 2008 ist die Landesstelle als Dezernat 36 – Kompetenzzentrum für Integration in die Bezirksregierung Arnsberg eingegliedert worden. Das Kompetenzzentrum regelt die Verteilung der Flüchtlinge, die im Rahmen eines humanitären Sonderaufnahmeverfahrens nach NRW einreisen. Aktuell handelt es sich um irakische, iranische und somalische Flüchtlinge mit Dauerbleiberecht und adäquaten Integrations- und Sozialleistungen sowie um Spätaussiedler und jüdischen Zuwanderern.
Die Bezirksregierung in Arnsberg ist für die Förderung, die Bewilligung der Anträge und der technischen Arbeit für alle Antidiskriminierungsbüros und für die 128 Integrationsagenturen in NRW, sowie für die Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung in Siegen als spezifische Maßnahme zuständig.

Nach der Begrüßung wurde die Mediathek und ihre Aufgabenbereiche durch eine Powerpoint/ Präsentation vorgestellt und gleichzeitig die gestellten Fragen beantwortet.

Anschließend zeigte die Mediathek den Kurzfilm: „Hand in Hand“ mit dem Thema: „Vorurteile“
Im zweiten Teil der Präsentation stellte ADB Siegen das Grundschulprojekt „ Miteinander leben und von einander lernen“ vor.
Die praktische Anwendung sowie sein Ablauf in der Unterrichtsplanung wurden erklärt.

Zum Schluss haben Herr Hetmann und seine Kollegen sich über die geleistete Arbeit in der Mediathek und im Antidiskriminierungsbüro unter dem Dach „Verein für soziale Arbeit und Kultur“ begeistert gezeigt und die präventive Arbeit, besonders mit kleinen Kindern in den Grundschulen gelobt.


Bild für: Gruppenbesuch der Bezirksregieung/ Arnsberg in der Mediathek

Egbuna in Siegener Schulen

Erstellt am 11. April 2012

 

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus, vom 13.03. bis 16.03.2012, las Herr Anatol Egbuna, Autor von: Neger!!!! Schwarzer Sohn einer weißen Mutter“ und „ OYIBO!!!! Weißer Sohn eines schwarzen Vaters““ in vier Siegener Schulen. ( Gymnasium, Siegen/ Weidenau, Gymnasium am Löhrtor, Realschule am Oberen Schloß und Rudolf Steiner Schule/ Waldorfschule in Siegen) aus seinen beiden Büchern.

Die Lesung wurde von der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung in Zusammenarbeit mit den Schulen organisiert und begleitet. Zu Beginn der Lesungen stellte die Mediathek ihre Arbeit vor und wies auf die Möglichkeit der kostenlosen Ausleihe von Büchern und Filmen gegen Rassismus und Diskriminierung hin (www.mediathek-siegen.de)

Herr Egbuna las Passagen aus seinen Büchern vor, berichtete aber auch über seine persönlichen Erfahrungen mit alltäglichem Rassismus, die er in seiner Schulzeit und auch noch heute erlebt hat,

Anatol Egbuna beschrieb sein leidvolles Leben in Nigeria, das er bis 1996 unter brutalsten Bedingungen in Nigeria bei seinem Vater und seiner Stiefmutter erlebt hat, nachdem seine Mutter das Land 1982 verlassen hatte. Nach seiner dramatischen Flucht, mit Hilfe der deutschen Botschaft, kam er nach Hamburg. Dort beendete er seine Lehre und sein Studium. In Nigeria wurde ihm als „dem weißen Sklaven“ (OYIBO = der Hellhäutige) das Leben nicht nur in der Familie, sondern auch in der Schule schwer gemacht und er war immer wieder mit diskriminierenden und rassistischen Angriffen als Weißer konfrontiert.
In Deutschland angelangt, schildert der Autor sein von mitmenschlicher Intoleranz, Verachtung, Vorurteilen, Diskriminierung und dem Verlangen nach elterlicher Liebe getränktes Leben. Aus dem Albtraum seiner nigerianischen Kindheit erwacht, führt ihn sein neuer Pfad der sogenannten Freiheit zu der traurigen Erkenntnis, auch hier, im Lande seiner Mutter „anders zu sein.

Auch seinen Umgang mit rassitischen Vorurteilen damals und heute, erläuterte Anatol Egbuna . Nach der Lesung kam eine Diskussionsrunde mit den Schülerinnen und Schülern sowie mit den Lehrern zustande.

Das Gespräch hat die Schüler/innen sehr beeindruckt, vor allem, in welch offener und ehrlicher Art ihre Fragen beantwortet wurden. So entstand bei ihnen das Bild von einer starken Persönlichkeit, die durch die Verarbeitung des eigenen Schicksals gewachsen ist. Seine Botschaft, jeder Mensch habe es selber in der Hand, etwas aus seinem Leben zu machen , hat den Schülerinnen und Schülern imponiert. Als Herr Egbuna zum Schluss sein Gedicht "Mein Leben" zitierte, war der Applaus groß.

Auch sein beeindruckender Umgang mit Verletzungen/ Beleidigungen durch andere Menschen, waren wichtige Erfahrungen, die Anatol Egbuna weitergeben konnte.

Alle beteiligten Schulen an diesem Projekt Schulen waren von der Lesung mit Anatol Egbuna begeistert und wollen auch künftig mit der Mediathek gegen Rassismus zusammenarbeiten.Das Projekt (Autorenlesung/ Anatol Egbuna in Siegener Schulen) wird im Rahmen des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter www.toleranz-fördern-kompetenz-stärken.



Bild für: Egbuna in Siegener Schulen

„Internationaler Tag gegen Rassismus“

Erstellt am 11. April 2012

 

Am 21.03.2012 hat die Stadt Siegen im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“
einen Aktionsnachmittag in der Weidenauer Einkaufszone durchgeführt.


An der Veranstaltung haben die Schulen ohne Rassismus, Siegener Träger und viele Akteure der antirassistischen Arbeit, unter denen sich die Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung befindet, teilgenommen.

Alle Eingeladenen haben sich an den Aktivitäten beteiligt und den Menschen in Siegen ihre Maßnahmen gegen Ausländerfeindlichkeit, Diskriminierung und Rassismus öffentlich vorgestellt und ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung gesetzt.

Frau Bammann, die Sozialdezernentin der Stadt Siegen, eröffnete die Veranstaltung. In ihrer Rede sprach sie davon, dass „ Rassismus im Kopf“ beginnt“. Thema der Veranstaltung war: Was bedeutet Vielfalt? „Rassismus kennt keine Grenzen und kann jeden treffen“, erklärte Bammann. Die Lösung ist der gegenseitige Respekt.

Die Mediathek hat durch einen Infostand die Veranstaltung unterstützt und die aktuellsten Materialien der antirassistischen Arbeit präsentiert.


Bild für: „Internationaler Tag gegen Rassismus“