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Theaterspiel: „Hin und Wegsehen"

Erstellt am 12. Dezember 2014

 

Am Donnerstag 06.12.2014 fand in der Aula die Aufführung der Theatergruppe „Theaterspiel“ von Beate Albrecht statt, die ihr Stück „Hin und Wegsehen“ präsentierten. Teilgenommen haben die Schüler der elften und zwölften Jahrgangsstufe, somit über 120 Schüler. Die anfängliche Unruhe der Schüler legte sich schnell innerhalb der ersten Minuten, so dass alle aufmerksam zuhören und dem Inhalt folgen konnten.
In der Aufführung ging es um Sem und Jule die in vergangener Zeit eine enge Bindung zueinander hatten. Mit der Zeit lebten sie sich aber auseinander, da jeder seinen „Interessen“ folgte – Jule der rechten Szene. Sie wurde stark durch ihren Opa geprägt, der noch Anhänger des Deutschen Reichs war und dies auch lebte. Deshalb knüpfte Jule an die Nazizeiten an. Sem blieb bei seinen Freunden die hauptsächlich einen Migrationshintergrund in ihrer Geschichte hatten.
Jule bekam heraus, dass ihre Schwester Vera einen farbigen Mann hatte, mit dem sie auch ein Kind in die Welt setzte. Plötzlich musste Jule feststellen, dass ihr rechtes Denken nicht viel mit Recht oder Gerechtigkeit zu tun hatte, wie sie zuerst glaubte.
Das Stück bestand nur aus Jule, Vera und Sem, war jedoch sehr unterhaltsam und spannend so dass die Zeit wie im Fluge verging.
Anschließend stellten sich die Schauspieler für eine Diskussionsrunde zur Verfügung und beantworteten Fragen der Jugendlichen. Die Nazizeit kam besonders zur Sprache.

Die Schauspieler haben über ihre eigene Erfahrungen mit Rechtsextremismus erzählt und ihre individuelle Motivation und Gründe, sich gegen Rechts aktiv zu werden, den Schülern erzählt. Die authentischen Erzählungen der Schauspieler wurden mit großer Begeisterung wahrgenommen.

Am Ende gab es einen runden Abschluss und eine gelungene Veranstaltung neigte sich dem Ende zu.
Die Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung, hat die Veranstaltung mit dem Kooperationspartner Eiserfelder Gesamtschule organisiert und diesen Tag durch einen Infotisch mit zahlreichen Medien über die Rechtsextremismus unterstützt.



Bild für: Theaterspiel: „Hin und Wegsehen

Abschlussveranstaltung des Programms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken"

Erstellt am 08. Dezember 2014

 

Mehr Vielfalt und mehr Toleranz in Siegen, das sind die Ziele des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“. Montag, am 01.12.2014 war die Abschlussveranstaltung. 82 Projekte gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus wurden in den vergangenen vier Jahren gefördert, darunter Ausstellungen, Aktionstage, Workshops und Theaterprojekte. Dafür sind mehr als 250.000 Euro vom Bund nach Siegen geflossen. Vor allem Jugendliche sollen für ein demokratisches Handeln begeistert werden. 12000 Menschen haben an dem Programm gegen Diskriminierung und Rassismus teilgenommen. Im nächsten Jahr ist ein Folgeprojekt unter dem Titel „Demokratie leben“ geplant, das sich ebenfalls für Toleranz und gegen Rechtsextremismus einsetzt. Dafür müssen noch die Mittel vom Bund bewilligt werden. Die Veranstaltung wurde von verschiedenen Programmen z. B. die Theaterkostprobe, Referaten, einer Expertenrunde und kulturellen Beiträgen durchgeführt. Dieter Frohloff von der „Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus“, der zum Thema „Aktuelle Tendenzen der extremen Rechten“ referierte, diverse rechte Parteien beleuchtete und Strategien gegen Rassismus und Rechtsextremismus nannte. Den Abschluss des offiziellen Teils bildete eine Expertenrunde, in der über „Fremdenfeindlichkeit, die aktuelle lokale Situation“ gesprochen wurde, bevor für Programmteilnehmer und Gäste die Möglichkeit zu Austausch und Diskriminierungen bestand. Mediathek hat einen Infotisch mit bezüglichen Thematiken präsentiert und auf eine kostenlose Ausleihe hingewiesen


Bild für: Abschlussveranstaltung des Programms

Asylrecht heute

Erstellt am 03. Dezember 2014

 

Am 27.11.2014 wurde die Veranstaltung „Asylrecht heute“ in der Mediathek durchgeführt.
Auf den quälendlangen bürokratischen Wegen, die Flüchtlinge in Deutschland gehen müssen, liegen viele Steine – auch solche, die mit voller Absicht und ohne Notwendigkeit dort hingelegt wurden. Mit diesem Bild ist der Blick beschrieben, den Regina Kürschner gestern Abend in der Mediathek gegen Diskriminierung auf das deutsche Asylrecht warf. Regina Kürschner hat jahrzehntelange Erfahrung in der Flüchtlingsberatung beim Verein für soziale Arbeit und Kulturen Siegen. Sie sprach zum Thema „Asylrecht heute“ vor Interessierter. Die Veranstaltung war die zweite in der Reihe „Flüchtlinge unter uns“ des Runden Tisches der Religionen in Sie-gen. Wie kommen Flüchtlinge überhaupt nach Deutschland? Auf dem Landweg: schwierig, weil sie dann über sogenannte sichere Drittstaaten einreisen, in die sie aber direkt wieder abgeschoben werden. Per Flugzeug: kaum möglich, weil man dafür ein Visum braucht, das Asylbewerbern kaum ausgestellt werde. Also bleibe oft nur der gefährliche Wasserweg. Für die, die es geschafft haben, begännen nun die Schwierigkeiten in Deutschland, berichtete Regina Kürschner. Die Behörden – sie nannte explizit das Regierungspräsidium in Arnsberg – seien mit der Vielzahl der Flüchtlinge heillos überfordert. Menschen, die noch gar nicht ordnungsgemäß registriert seien, würden quer durch die Republik geschickt. Aus dem Auditorium wurde von einer pakistanischen Mutter mit zwei erwachsenen
Kindern berichtet, die allein und ohne alle Sprachkenntnisse nach Dortmund geschickt wurde, um sich dort registrieren zulassen. Ergebnis: Die Familie fand die richtige Behördentür nicht und kehrte unverrichteter Dinge nach Siegen zurück, um dort wieder wochenlang auf die Registrierung zu warten. Während die Arnsberger Behörde ungenügend, ja unmenschlich agiere, attestierte die Flüchtlingsberaterin der Stadt Siegen intensives Bemühen um die Menschen. Innerhalb von einem halben Jahr bekämen nahezu alle Flüchtlinge in Siegen eine Wohnung. Aber an dem System, das auf Abwehr ausgerichtet sei, ändere auch die Stadt nichts. Nur wenige Asylbewerber würden anerkannt, das räumte Regina Kürschner ein. Sehr viele aber könnten trotzdem bleiben mit Hilfe einer Aufenthaltsgestattung oder einer Duldung. Geduldete Ausländer müssten sich häufig jeden Monat bei der Ausländerbehörde melden, um eine Verlängerung der Duldung zu bekommen. Es könne aber noch häufigere Vorsprache verlangt werden. Eine Frau, die seit acht Jahren in Siegen lebt und seit vier Jahren auch hier arbeitet, werde derzeit zum Beispiel nur für jeweils eine Woche geduldet. Kommentar aus dem Publikum: „Psychoterror!“ Dass manche Entscheidungen der Behörden nicht nachvollziehbar seien, er-klärte Regina Kürschner auch mit der viel zu geringen Zahl von Sachbearbeitern: „Die sehen keinen Menschen vor sich, die sehen nur die Akte.“
Mediathek hat zum Thema einen Infotisch mit bezüglicher Thematik „Flüchtlinge“ präsentiert und auf eine kostenlose Ausleihe hingewie


Bild für: Asylrecht heute

Fest der Kulturen

Erstellt am 21. November 2014

 

Mit einem „Fest der Kulturen“ hat sich das Kommunale Inte-grationszentrum Siegen-Wittgenstein vorgestellt. Am Mittwoch, 19. November, warteten im Leonhard-Gläser-Saal in der Siegerlandhalle ein abwechslungsreicher Abend ab 17.45 Uhr auf Menschen, die sich in der Integration engagieren
„Eine beeindruckende Zahl von Vereinen, Institutionen, Gremien, Gruppen und Privatpersonen engagieren sich bei uns für die Integration von Menschen, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind oder einen anderen kulturellen Hintergrund haben“, betonte Landrat Andreas Müller. „Schon heute hat jeder Fünfte bei uns einen Migrationshintergrund.“
Kultur und Information standen beim Fest der Kulturen auf dem Programm. Für Kultur stehen die Siegener Theatergruppe „TheAgration“, der Hip-Hopper B.E. der Micathlet, die Tanzformation „Arte y Salero“ sowie das Trommel-Ensemble „Akwaaba“. Inhaltliche Impulse gab es in einem Vortrag zum Thema „Neue Chancen in der Integration durch interkulturelle Öffnung von Verwaltung und Regeleinrichtungen“. Ein weiterer Vortrag galt den Sprachförderprogrammen.
Das Kommunale Integrationszentrum soll Impulse in der kreisweiten Integrationsarbeit setzen und Vernetzungsarbeit leisten. Derzeitiger Schwerpunkt ist die Ermittlung, welcher Bedarf zur Sprachförderung an Schulen, Kindergärten oder anderen Bildungseinrichtungen besteht.
Die Mediathek hat an dem Abend mit einem Infotisch und eine mobile Ausleihe teilgenommen und die Medien direkt präsentiert und ausgeliehen.



Bild für: Fest der Kulturen

Workshop „Achtung (+) Toleranz

Erstellt am 14. November 2014

 

Am 13.11.2014 fand in der Mediathek der Workshop „Achtung (+) Toleranz statt. Das Trainingsprogramm „Achtung (+) Toleranz“ wurde Anfang der 20er Jahre am Centrum für Angewandte Politikforschung der Universität München (CAP) entwickelt. Im Mittelpunkt steht eine praxisorientierte Definition der „Toleranz“. Dieser Begriff, wird im gesellschaftlichen Alltag der Bundesrepublik fast überall und damit nahezu inflationär verwendet, um den Umgang mit Verschiedenheit bzw. Unterschiedlichkeit zu erleichtern. Dadurch wird er im Alltag jedoch immer unschärfer und verliert an Konturen. Was bedeutet „Toleranz“, vor allem in Konfliktsituationen wirklich? Kann Toleranz gelernt werden? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Toleranz und Partnerschaftlicher Kommunikation? Auf diese und andere Fragen wollen wir in dem Workshop Antwort geben. Der Referent Stephan Schack (Naumburg/Saale), arbeitet seit fast 15 Jahren in unterschiedlichen Kontexten der Jugend- und Erwachsenenbildung mit dem Trainingsprogramm. 2001 wurde er als „Achtung (+) Toleranz-Trainer“ ausgebildet und ist seit 2002 als Ausbilder von Multiplikator_innen.
Zu Beginn des Workshops stellten sich alle Teilnehmer kurz vor und erzählten Geschichten zu ihren Namen. Diese Vorstellung war gleichzeitig schon die erste Übung des Workshops, denn es entstand eine Vielfältigkeit an unterschiedlichen Geschichten, die Teilnehmer mussten einander Zuhören und lernten dabei viel über die anderen Teilnehmer. Es folgten viele weitere Übungen, in denen die Teilnehmer zum Beispiel an Hand von Bildern zeigen sollten, was für sie eine tolerierbare Situation ist und was für sie nicht tolerierbar ist. Dabei wurde deutlich, dass verschiedene Personen auch verschiedene Meinungen haben können. Aber es gehört auch zur Toleranz diese unterschiedliche Meinung zu akzeptieren.
Im Anschluss wurde Schritt für Schritt ein Schaubild aufgebaut, das den Teilnehmern verdeutlichen sollte, dass sich Toleranz, bzw. Intoleranz aus Konflikten entwickelt. Es gibt verschiedene Arten mit einem Konflikt umzugehen. Versucht man gemeinsam eine Lösung zu finden, und erkennt das gleiche Recht auf freie Entfaltung auch für sein Gegenüber an, so ist dies Toleranz. Ein dulden, erdulden oder eine Nutzenabwägung hingegen ist nur eine scheinbare Toleranz.
Nach einer Mittagspause erklärte Herr Schack den Teilnehmern bestimmte Funktionen des Gehirns, und wie es kommt, dass Menschen Dinge auf unterschiedliche Art wahrnehmen.
Zum Schluss gab es einen Auswertungsbogen, so dass die Teilnehmer ihre Anregungen, Kritiken und Wünsche äußern und den Workshop benoten konnten. Zudem bat Herr Schack die Teilnehmer auch um persönliches Feedback zu den Inhalten des Workshops.


Bild für: Workshop „Achtung (+) Toleranz

Filmvorführung „Das Mädchen Wadjda“ bei einer Frauengruppe

Erstellt am 05. November 2014

 

Am Montag, den 03.11.2014 besuchte die Internationale Frauengruppe die Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung. Die Beratungsstelle für Erwerbslose und die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer / Integrationsagentur der Diakonie Sozialdienste GmbH leiten eine Internationale Frauengruppe. Diese Gruppe trifft sich 14-tägig montags in der Zeit vom 10.00 – 12.00 Uhr in der Begegnungsstätte der Diakonie Siegen. Geleitet wird die Frauengruppe von einem interkulturell zusammengesetzten Frauenteam.
Frauen aus vielen verschiedenen Herkunftsländern und reich an Kulturen, treffen sich, um sich in gemütlicher Runde über Alltagsthemen, Fragen zum Berufseinstieg, gesellschaftliche und kulturelle Themen auszutauschen und gemeinsame Aktivitäten zu planen. Zu den Treffen werden Fachleute eingeladen und andere soziale oder interkulturelle Einrichtungen werden besucht.
Nach der Begrüßung stellte Dipl. Sozialpädagogin Nahid Yahyai den anwesenden Frauen die Mediathek in Siegen mit ein paar Worten vor. Im Anschluss daran folgte eine kurze Zusammenfassung über die Unterdrückung von Frauen in Saudi-Arabien mit Hintergrundinformationen über den Film und die Regisseurin. Zu diesem Thema wurde dann der Film „Das Mädchen Wadjda“ von Haifaa al-Mansour gezeigt. Der Film erzahlt die Geschichte von Wadjda aus Saudi-Arabien. Wadjda trägt bunte Turnschuhe, hört westliche Musik. Der Schulweg der zehnjährigen Wadjda aus dem saudi-arabischen Riad führt sie an einem Spielzeuggeschäft vorbei, dass ein grünes Fahrrad anbietet. Dabei schlägt ihr Herz stets höher, denn dieses Rad zu besitzen würde bedeuten, sich endlich gegen den Nachbarsjungen Abdullah durchsetzen zu können und ihm, schnell wie der Wind, davon zu flitzen. Obwohl es Mädchen untersagt ist Fahrrad zu fahren, heckt Wadjda einen Plan aus, wie sie auf dem Schulhof Geld für das Rad verdienen kann… Auch Autofahren ist Frauen verboten und in Anwesenheit von Männern müssen sie stets verschleiert sein. Die Mädchen an Wadjdas Schule müssen sogar den Schulhof verlassen, als ein paar Häuser weiter weg einige Männer auf einem Dach arbeiten. Wadjdas Mutter muss dadurch mit einem Sammeltaxi zur Arbeit fahren. Wadjdas Mutter hat zudem Angst ihren Mann an eine zweite Frau zu verlieren, da sie keine weiteren Kinder bekommen kann, ihr Mann aber traditionell einen männlichen Nachfolger zeugen muss. Daher versucht seine Mutter in mit einer zweiten Frau zu verheiraten, auch wenn er dann beide Familien finanziell versorgen müsste.
Im Anschluss an den Film gab es bei Kaffee und Kuchen eine angeregte Diskussion den Film. Alles Frauen gefiel der Film und sie bewunderten den Mut von Haifaa al-Mansour einen solchen Film überhaupt erst zu drehen. Im weiteren Verlauf wurde über die Unterdrückung von Frauen in streng islamischen Ländern gesprochen. Es wurden Fragen danach gestellt, wie die Frauen selber damit umgehen und wie sie sich wehren könnten. Auch auf die aktuelle politische Lage wurde eingegangen und auf die Machtsteigerung strenger Islamisten in verschiedenen Ländern aufmerksam gemacht. In diesem Zusammenhang wurden persönliche Erfahrungen ausgetauscht und die Frage aufgeworfen, wie man selber etwas gegen die Unterdrückung von Frauen tun kann.



Bild für: Filmvorführung „Das Mädchen Wadjda“ bei einer Frauengruppe

Fachtag „Chancen von Mehrsprachigkeit“ / Seiteneinsteiger am 23. September 2014

Erstellt am 06. Oktober 2014

 



Fachtag „Chancen von Mehrsprachigkeit“ / Seiteneinsteiger am 23. September 2014

Der ansteigende Zuzug von nicht deutschsprachigen Familien in den Kreis Olpe und die
zunehmenden Anfragen der Schulen nach Unterstützung bezüglich der Beschulung von
Seiteneinsteigerkindern waren der Auslöser zum Fachtag Seiteneinsteiger „Kulturelle Vielfalt
an Schule“. Eine weitere Grundlage stellte die Umfrage zu dieser Thematik von Oktober
2013 dar, in der einige Schulen im Kreis bereits erlangte Erfahrungen und Strategieansätze
zur Beschulung von Seiteneinsteigern angaben. Der Fachtag sollte neben dem theoretischen
Input und der aktiven Auseinandersetzung mit verschiedenen Unterrichtsmaterialien auch die
Möglichkeit vorhalten mit Kollegen anderer Schulen in den Erfahrungsaustausch zu treten
und Vernetzung anzuregen. Als kompetente Referentin für die theoretischen Inhalte konnte Frau
Tülay Altun vom ProDaZ Projekt der Universität Duisburg-Essen gewonnen werden. Im Rahmen
eines Impulsvortrages zum Thema „Chancen von Mehrsprachigkeit“ und eines Fachforums
„Wortschatzarbeit mit Seiteneinsteigern“ brachte sie viele Anregungen und Ideen für die
anwesenden Lehrer mit und regte damit den kollegialen Austausch an. Als weiterer
Kooperationspartner galt die Mediathek gegen Rassismus aus Siegen. Im
Rahmen des Fachforums „Unterrichtsmaterialien“ stellte Frau Nayhid Yahyai umfangreiche
Fachliteratur zu Schule und Migration vor. Die Mediathek gegen Rassismus hält spannende
Unterrichtsmaterialien vor, die sich inhaltlich mit relevanten Themen wie z.B. Krieg und
Flucht, Integration und Diskriminierung auseinandersetzen. Ein wichtiger Bestandteil, der
neben den Materialien zur Sprachförderung großen Anklang bei den Pädagogen fand.
Besonders die fachliche Beratung der Mitarbeiterinnen der Mediathek wurde als große
Bereicherung von den Teilnehmern angesehen.


Bild für: Fachtag „Chancen  von  Mehrsprachigkeit“ / Seiteneinsteiger am 23. September 2014

Gruppenbesuch/ Antidiskriminierungsbüro Köln

Erstellt am 21. Juli 2014

 

Am 17.07.2014 wurde die Mediathek von einer Gruppe, Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V. und Antidiskriminierungsbüro Köln besucht.
Seit 1995 ist das Antidiskriminierungsbüro (ADB) Köln eine unabhängige Anlauf- und Beratungsstelle für Menschen, die Diskriminierungserfahrungen gemacht haben oder sich mit Rassismus und Diskriminierung auseinandersetzen möchten.
Sie berät und unterstützt Menschen, die benachteiligt wurden aufgrund: rassistischer oder ethnischer Zuschreibungen, einer Behinderung der sexuellen Identität, des Geschlechts, des Lebensalters, der Religion bzw. Weltanschauung, des sozialen Status, einer chronischen Erkrankung .Die Aufgabenschwerpunkte des Antidiskriminierungsbüros (ADB) Köln sind die Beratung, Vernetzung, Information und Qualifizierung in der Antidiskriminierungsarbeit.
Antidiskriminierungsbüro (ADB) Köln erhalten Betroffene und Zeugen von (rassistischer) Diskriminierung qualifizierte Beratung. Als Fachstelle zur Qualifizierung in der Antidiskriminierungsarbeit und -beratung beraten sie Kommunen, politische Gremien und Akteure, die in ihrer Kommune im Bereich Antidiskriminierung tätig werden wollen. Sie konzipieren Fortbildungsmodule zur Qualifizierung von Mitarbeiter_innen in Einrichtungen der Migrationsarbeit, der Wohlfahrtsverbände und der Migrantenselbstorganisationen. Darüber hinaus führt das ADB Köln für die verschiedensten Zielgruppen Workshops, Tagungen und Informationsveranstaltungen durch zu den verschiedenen Erscheinungsformen von (Alltags-) Rassismus und Diskriminierung. Aus diesem Grund, hat die Gruppe, die Mediathek besucht, weil sie für Ihre Öffentlichkeitsarbeit, besonders Workshop passende Medien suchen.
Zum Einstieg wurde zuerst einen kurzen Film „Mobile“ gezeigt und die methodische Anwendung für Schulkinder erläutert. Der Film handelt die Themen z.B. Ausgrenzung, Außenseiter, Freundschaft, Integration, Individuum/ Gemeinschaft, Inklusion, Parabel.
Dann wurde die Mediathek an Hand einer Power- Point – Präsentation vorgestellt und die Fragen beantwortet.
Das reichliche Themenspezifische Medienangebot, fand sehr guter Zuspruch und hat das Interesse der Gruppe an die Ausleihe der Medien aufgeweckt.
Zum Schluss wurde zweiten Film „Vorurteile“ gezeigt. Der Film erklärt was Vorurteile sind. Vorurteile´´ ist eine DVD für die Grundschule im Sachgebiet ´´Soziales Lernen´´ für die Fächer Sachkunde oder Religion. Kindgerecht erklärt der Film, was Vorurteile sind. Es gibt Beispiele aus der Alltagswelt der Kinder in Schule und Freizeit und sensibilisiert so für Vorurteile. Es schärft das Gerechtigkeitsempfinden der Kinder und zeigt beispielhaft, dass ein allgemeines Urteil über den Einzelnen ungerecht ist und falsch sein kann. Er erläutert den Begriff ´´Mobbing´´, zeigt die Folgen von Ausgrenzung auf und appelliert daran, andere zu respektieren und nur so zu behandeln, wie man selbst gern behandelt werden würde. Der Film zeigt, dass auch Erwachsene Vorurteile haben und gibt Beispiele quer durch die Gesellschaft bis hin zu dem Vorurteil. Für die Zukunft wurde eine Zusammenarbeit mit der Mediathek gewünscht.




Bild für: Gruppenbesuch/ Antidiskriminierungsbüro Köln

Kinder Lese/Ecke

Erstellt am 07. Juli 2014

 

Am Donnerstag, den 3.7.14, kam eine Gruppe von 10 Schülern einer dritten Klasse der Berlinbacher Grundschule mit zwei pädagogischen Begleitpersonen in die Mediathek, bestehend aus deutschen Kindern und Kindern mit Migrationshintergrund.
Zuerst wurden die Kinder begrüßt, wir haben uns miteinander bekannt gemacht und die Mediathek wurde ihnen vorgestellt. Die Kinder haben aufmerksam und neugierig zugehört.
Nach einer kleinen Pause, in der sie sich die Mediathek ansehen und etwas durchstöbern konnten, fanden sich alle zu einem Sitzkreis ein und wir haben ein Spiel gespielt indem es darum ging, schöne und weniger schöne Gefühle zu „sortieren“. Das Spiel wurde zuerst nach didaktischer Methode, die als Lehr- und Lernsituation zur Ideen für den Unterricht in einem Begleitheft mit dem Film „Mobile“ vorgestellt wurde, praktiziert und mit der aktiven Teilnahme der Kinder durchgeführt.
Nach einer kleinen Pause fanden sich alle wieder ein um einen Kurzfilm zu sehen. Es war der Film „Mobile“…Eine große dicke Kuh hängt einsam und alleine auf der einen Seite eines Mobiles. Wie gut haben es da Hund, Schwein, Hühner, Schafe und Maus. Und das ist auch gut so, wenn es nach der Meinung dieser Tiere geht. Die Kuh sehnt sich nach Gesellschaft. Doch wie soll sie Kontakt zu den anderen aufnehmen? Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg….
Der Film behandelt Ausgrenzung, Außenseiter, Freundschaft, Individuum/ Gemeinschaft, Integration, Inklusion, Parabel.
Der Film ist für den Einsatz im Religionsunterricht zu den Themen Außenseiter, Gemeinschaft – Soziales Lernen in der Grundschule ab dem 3. Schuljahr geeignet.
Scharfsinnig und schnell erkannten die Kinder genau, welche Begriffe positiv oder negativ behaftet waren, was diskriminieren oder aber Zusammenhalt bedeutet. Sie waren für ihr Alter sehr konzentriert und eifrig bei der Sache.
Am Ende wurde ihnen noch eine Geschichte vorgelesen, in der es auch im weitesten Sinn um diskriminieren, allein sein, ausgegrenzt sein ging.
Abschließend kann man sagen, dass die Kinder den Sinn dieser Veranstaltung sehr gut verstanden und aufgenommen haben.
Es ist bemerkenswert zu sehen, wie unvoreingenommen Kinder in diesem Alter sind und wie unsere Gesellschaft im laufe der Zeit einen Menschen prägen kann…und dies auch tut.


Bild für: Kinder Lese/Ecke

Festival contre le racisme

Erstellt am 02. Juni 2014

 

Im Rahmen des „Festival contre le racisme“ haben die Fachschaftsrat – Soziale Arbeit (FSR), International Student in Siegen (ISiS) und Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in der Zeit von 20 – 22 Mai 2014 verschiedene Veranstaltungen ein K
Kulturprogramm, z. B. zu unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten, Kunst, Literatur und Musik angeboten. Studierende und Initiativen vor Ort und Musikfestivals (ein Konzert im Kultcaff mit Social Distrust, Jon Lupus & La Papa Verde) füllten das Projekt mit Leben. Während der gesamten drei Tage wurden Ausstellungen und Veranstaltungen organisiert. Die Mediathek unterstützte zum einen diese Veranstaltung „Alltagsrassismus“ mit einer Leihgabe von vier Plakaten aus der Serie „Vorurteile, Rassismus und Rechtsextremismus“. Zum anderen hatten Mitarbeiterinnen am 21.05.2014 einen Info-Tisch organisiert und betreut. Die „mobile Ausleihe“ der Mediathek bekam einen guten Zuspruch. So konnte oft auf das vielfältige Angebot in der Mediathek mit den neuen Faltblättern aufmerksam gemacht werden.
Am Montag wurde der Rechtsextremismus in Griechenland thematisiert. Dienstag wurde ein Blick auf Frauen in der rechten Szene geworfen – ein Thema das viel zu selten angesprochen wird. Mittwoch ging es unter anderem um die Rechtsextreme Einstellung in Deutschland. Am Donnerstag gab es eine kritische Bestandsaufnahme über Asyl und Ausländerrecht in Deutschland.
Ansonsten gab es ein breit gefächertes Angebot vieler Organisationen aber auch Bands, Vorträge, Lesungen und die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen. Alle Angebote waren ohne Eintritt zugänglich und wurden gern genutzt.


Bild für: Festival contre le racisme

Gruppen/ Besuch in der Mediathek

Erstellt am 31. März 2014

 

Am 19.03.2014 wurde die Mediathek von einer jungen Gruppe aus BILDUNGSWERK SIEG-LAHN E.V BSL Siegen mit Begleitung der Sozialarbeiterin Frau Brett- Dar Hussein besucht.
BSL bietet - seit 1999 unter dem neuen Namen Bildungswerk Sieg-Lahn e.V. - verschiedene Unterstützungen für Jugendliche und junge Erwachsene an, die entweder im privaten Lebensbereich, bei der Ausbildungsstellensuche oder während der Berufsausbildung Probleme haben und eine Hilfestellung von Außen benötigen. Das BSL ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein und Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.
Als Träger der freien Jugendhilfe nimmt das BSL einen Erziehungs- und Bildungsauftrag wahr: eine unterstützende, ergänzende und selbstständige Funktion zwischen Elternhaus, Schule und Betrieb bzw. Ausbildungsstelle.
Die Gruppe sollte im Rahmen der Anti-Rassismus Woche ein Projekt über Rassismus, Vorurteile und Diskriminierung in Stadt Siegen vorbereiten. Dadurch haben Sie gezielt Materialien über Rassismus und die Geschichte über die Stolpersteine in Siegen gesucht.
Bei diesem Besuch wurde die Arbeit der Mediathek vorgestellt und bei der Recherche und Suche nach geeigneten Materialien geholfen.
An Hand des Pressearchive in der Mediathek wurden zahlreiche Zeitungsartikel über das Thema Stolpersteine bereitgestellt, die als Vorlagen für das Projekt verwendet werden könnten.
Der Antirassismus Trainingskoffer sowie einige DVD Filme wurden auch ausgeliehen.
Die Gruppe konnte sich auch einen Überblick der Medien verschaffen und einige Matertialien ausleihen.



Bild für: Gruppen/ Besuch in der Mediathek

Internationalen Tag gegen Rassismus/ Stammtischparolen

Erstellt am 26. März 2014

 

Am Freitag 21.03.2014 wurde zum vierten Mal zum „Internationalen Tag gegen Rassismus“ in den Hüttensaal der Siegerlandhalle eingeladen. Im Foyer bestand die Möglichkeit für verschiedene Akteure sich zu präsentieren, Infomaterial zur Verfügung zu stellen und mit Plakaten dies zu verdeutlichen. Ebenso bestand die Möglichkeit persönlichen Kontakt zu knüpfen um sich mit Fragen oder Meinungsäußerungen auszutauschen.
So konnte sich auch die Mediathek präsentieren und eine Auswahl von Medien zur Verfügung stellen, die ausgeliehen werden konnten.
Schwerpunkt jedoch war der Vortrag den Herr Prof. Dr. Hufer von der Universität Duisburg-Essen, in dem es u.a. um Stammtischparolen ging. Die Veranstaltung wurde von Stadt Siegen unterstützt.
In einem anderthalbstündigen Seminar wurden Wege aufgezeigt, eigene Positionen argumentativ gegen rechtspopulistische Parolen und Schlagwörter zu vertreten.
Selbstverständlich wurde der Begriff „Stammtischparolen“ unter die Lupe genommen und genau erklärt und ebenso fand ein Gedankenaustausch dazu statt
Durch ein spontanes Rollenspiel wurde dies verdeutlicht und konnte in einer großen Diskussionsrunde aller Teilnehmer erweitert und klarer dargestellt werden.
Prof. Dr. Hufer gab Tipps, wie man diese kontern und spontan darauf reagieren kann, falls man in so eine Situation kommt. Meistens ist man auf die sogenannten „Stammtischparolen“ nicht vorbereitet oder sie werden einem „getarnt an den Kopf geworfen“. Auch hier ist es wichtig nicht zu schweigen, sondern seine Meinung offen kund zu tun. Diese Hemmschwelle zu durchbrechen bedarf es Übung und ebenso auch den Mut zu seiner Meinung öffentlich zu stehen.
Im Anschluss bestand nochmals die Möglichkeit sich an den Infoständen mit den Akteuren auszutauschen, die sich für eine Stadt ohne Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung engagieren.

Man kann mit Recht behaupten, dass diese Veranstaltung als gelungen verbucht werden kann.


Bild für: Internationalen Tag gegen Rassismus/ Stammtischparolen

Stigma Ethnizität – Eine Lesung von Frau Dr. Jonuz in der Mediathek Siegen

Erstellt am 20. März 2014

 

Stigma Ethnizität – Eine Lesung mit Frau Dr. Jonuz in der Mediathek Siegen

Frau Dr. Jonuz stellte ihr Buch „Stigma Ethnizität – wie zugewanderte Romafamilien der Ethnisierungsfalle begegnen“ am 12. März in der „Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung“ vor. Zu der Lesung waren viele interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer, z.T. auch aus sozialen Einrichtungen gekommen.

Frau Dr. Jonuz begann mit einem Bericht über die 600 Jahre zurückreichende Migration von Sinti und Roma in Europa. Die Migration nach Deutschland weist mehrere Phasen auf. In den 60er Jahren kamen zuerst kleine Gruppen von Kalderasch aus Polen und Lowera aus Österreich nach Deutschland. 1960 kamen dann die so genannten „Gastarbeiterroma“ und ab 1980 vermehrt Flüchtlinge. Derzeit kommen die meisten Zuwanderinnen und Zuwanderer aus Rumänien, Bulgarien, Serbien und Mazedonien und werden oft als Armutsmigranten deklassiert. Die meisten Sinti und Roma leben heute in Südosteuropa. In Deutschland leben 120.000 Sinti und Roma, eine im europäischen Vergleich geringe Anzahl. Dennoch sind sie in Deutschland stark von individueller und institutioneller Diskriminierung betroffen, sodass viele ihre Herkunft als Sinti und Roma verleugnen.

Viele Menschen sehen in den Roma fahrende Zigeuner mit eigenen Gesetzten, welche stehlen, in Wohnwagen leben und keine Schulbildung haben. Diese Stigmatisierung führt dazu, das viele Roma Erwerbslosigkeit (60-90% Arbeitslose), Armut, schlechten Wohnverhältnissen und mangelnden Bildungschancen ausgesetzt sind. Zudem sind viele Familien in Deutschland nur geduldet und haben keine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung. Um das Schicksal dieser Menschen zu verdeutlichen zeigte Frau Dr. Jonuz das gespannte Publikum mehrere kurze Filme, in denen Betroffene über ihr Schicksal in Deutschland berichteten.

Frau Dr. Jonuz konnte aber auch auf eine leicht positive Entwicklung hinweisen. Bei ihren Interviews mit drei Generationen von Sinti und Roma hat sie festgestellt, dass sich die dritte Generation der in Deutschland lebenden Sinti und Roma besser integrieren konnte. Diese Generation weist eine höhere Bildung auf (jedoch hatte nur einer der Befragten das Abitur) und einige haben die deutsche Staatsbürgerschaft. Am auffallendsten ist es jedoch, dass sich die dritte Generation dem Stigma widersetzt, es aktiv abwehrt und dabei offen mit ihrer Herkunft umgeht.
Im Anschluss an die Lesung fand eine Diskussionsrunde mit Frau Dr. Jonuz statt, in der unter anderem darüber diskutiert wurde, was wir gegen die Diskriminierung und Benachteiligung der Sinti und Roma innerhalb unseres Schulsystems machen können. An dieser Stelle gab Frau Dr. Jonuz auch einen interessanten Einblick in ihr Leben als Roma in Deutschland und berichtete von ihren eigenen Erfahrungen.


Bild für: Stigma Ethnizität – Eine Lesung von Frau Dr. Jonuz in der Mediathek Siegen