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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Erstellt am 02. Dezember 2015

 

Am 26.11.2015 fand an der Uni Siegen eine Veranstaltung zum „internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ statt. Seit 1981 werden jährlich am und um den 2.11. von verschiedenen Menschenrechtsorganisatoren Aktionen zum Thema „Gewalt an Frauen“ organisiert. Themen wie Zwangsprostitution, Beschneidung von Frauen, sexuelle Gewalt, etc. sollen somit besondere Aufmerksamkeit erlangen. Davon sind weltweit – auch in Deutschland – sehr viele Frauen betroffen. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2003 ist in Deutschland jede vierte Frau Opfer von körperlicher und zum Teil sexueller Gewalt durch den Lebenspartner. Jede dritte Frau in Deutschland erleidet körperliche Übergriffe im Erwachsenenalter.
Das alles gab der Uni Siegen Anlass sich in diesem Jahr durch Informationen an dieser Veranstaltung zu beteiligen.
Die Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung war deshalb auch mit einem Infotisch und der Möglichkeit der mobilen Ausleihe vertreten. Diese Möglichkeit wurde auch genutzt. Zudem hat die Mediathek sich noch bekannter gemacht, konnte Flyer verteilen und Gespräche führen.


Bild für: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Soziologische Aspekte der Migration

Erstellt am 11. November 2015

 

Der Kurs „Soziologische Aspekte der Migration“ mit 31 Teilnehmer besuchte am 11.11.15 die Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung.
Die Studierenden erfuhren dadurch von einer weiteren Möglichkeit,an Fachliteratur zu gelangen. Die unkomplizierte Art des Ausleihens (Nachfragen und Bestellungen per E-Mail sowie Zustellung per Post) ist sowohl für Studierende als auch für wissenschaftlich Tätige ein sehr attraktives Angebot.
Nach der kurzen Vorstellung der Mediathek wurde ein Kurzfilm gezeigt, der zu Schmunzeln und Lachen führte, aber auch für Verwunderung sorgte. Es war ein willkommenes Zwischenspiel, bevor wir zur Hauptthematik des Tages übergingen.
Wie geht es Flüchtlingen in Deutschland? Ist die Flucht nach der Ankunft in Deutschland tatsächlich vorbei? Wie finden sich geflüchtete Menschen im hiesigen Alltag ein? Welchen Schwierigkeiten stehen sie dabei gegenüber? Wie können sie durch die Arbeit von Flüchtlingsberatern unterstützt werden und wie gestaltet sich die Arbeit für und mit Flüchtlingen? Zu diesen und weiteren Themen erhielten wir durch Frau Yahyai aufschlussreiche Informationen, die durch persönliche Geschichten sehr eingängig waren und viele der Zuhörer zum Nachdenken brachten.


Bild für: Soziologische Aspekte der Migration

Workshop: ABC der Demokratie

Erstellt am 21. September 2015

 

Am 14.September 2015 fand in Familienzentrum der AWO "Kleeblatt Freudenberg" ein Workshop mit dem Referenten Stefan Schack statt. Das Thema des Workshops war das "ABC der Demokratie“. Grundlage und Arbeitsmaterial basierten auf dem gleichnamigen Buch von Nivi Shinar-Zamir.
Der Workshop wurde durch eine Kooperation von der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung und dem AWO Familienzentrum organisiert und durchgeführt.
Der Workshop „ABC der Demokratie“ wurde durch den Fachreferenten Herrn Stephan Schack, Trainer und Berater für Demokratiepädagogik – Partizipation – interkulturellem Verständnis für 13 Erzieherinnen angeboten. Das Buch der ABC Demokratie für Kinder vom Kindergarten bis zur 6. Klasse ist ein einzigartiges erzieherisches Konzept, das vom Adam-Institut entwickelt wurde, um Kinder mit den Grundbegriffen der Demokratie und deren Umsetzungsweisen vertraut zu machen. Das Buch richtet sich an Kinder vom Kindergartenalter bis zur 6. Klasse und ist zugleich auch ein Leitfaden für Pädagogen, Erzieher und Lehrer.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Frau Nahid Yahyai die Teilnehmer und erläuterte kurz die Arbeit der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung.
Beim Einstieg des Themas des Workshops wurde in einem Stuhlkreis spielerisch mit einer Namensgeschichte angefangen womit zuerst das theoretische Grundwissen über den Begriff Demokratie aufgeklärt wurde. Anschließend wurde durch viele praktischen Aktivitäten und Beispiele der Begriff Demokratie verständlich gemacht. Herr Schack hat 4 Schritte der Demokratie genannt: 1) Bedürfniserklärung, 2) Veränderung der Situation, 3) Kompromiss 4) Mehrheitsentscheidung
Der Workshop war für alle Mitarbeiter des Familienzentrums eine große Bereicherung und hat viele Denkanstöße gegeben um in der Einrichtung das Miteinander unter dem Aspekt der Demokratie gewissenhafter leben zu können.
Frau Nahid Yahyai stellte zu diesem Thema die unterschiedlichsten Fach-und Bilderbücher an einem Info-Tisch vor. Einige Medien wurden von den Erzieherinnen ausgeliehen.
Gerne möchte das Familienzentrum versuchen im nächsten Jahr einen weiteren Workshop mit der Zusammenarbeit der Mediathek und Herrn Schack stattfinden zu lassen.




Bild für: Workshop: ABC der Demokratie

Autorenlesung: Unerwünscht

Erstellt am 12. Juni 2015

 

Am 12.06.2015 um 18 Uhr fand in der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung in der Tiergartenstrasse 9 in Siegen eine Autorenlesung statt, die im Namen des Vereins für soziale Arbeit und Kultur organisiert wurde. Die Veranstaltung wurde durch zahlreiche, interessierte Gäste besucht.
Es kamen die Brüder Mojtaba und Masoud Sadinam, die ihr Buch „Unerwünscht“ vorstellten.
Mit ihrem Bruder Milad und ihrer Mutter flüchteten sie aus dem Iran nach Deutschland.
Ihnen wurden viele Steine in den Weg gelegt, aber sie gaben niemals auf.
Sie gingen ihren eigenen Weg, obwohl sie oftmals ausgebremst wurden.

Sie wuchsen erst Anfang der 80er im Teheran als Kinder regimekritischer Eltern auf. Dies wurde 1996 aufgedeckt, als eine feministische Gruppe eine Flugblattaktion gegen das Mullah-Regime startete.
In einer „Nacht und Nebel-Aktion“ flohen sie mit Hilfe von Schleppern aus dem Iran nach Deutschland – ohne Geld, Papiere und ohne deutsche Sprachkenntnisse kamen sie nach Münster, wo es ein Auffanglager gab, in dem sie unterkamen.
Obwohl sie im Iran bedroht wurden, wurde ihren Antrag auf Asyl in Deutschland nicht stattgegeben.
Sie bekamen kaum Hilfe, aber die Menschen, die sich für sie engagierten, machten es möglich, sich einzurichten, mit der Angst jeden Tag abgeschoben werden zu können.
Mojtaba, Masoud und Milad schafften es bis zum Gymnasium und entsprachen so gar nicht den gängigen Klischees. Sie gaben sich große Mühe, sich anzupassen, erfolgreich zu lernen und ihren Pflichten nachzukommen.
Das nützte jedoch nichts, denn nach Jahren wurde ihr Antrag wieder nicht bewilligt und man gab ihnen mehr als deutlich zu verstehen, dass sie Deutschland „freiwillig“ zu verlassen hätten.
Ihre Mutter war sehr verzweifelt und zwar so sehr, dass sie versuchte, sich das Leben zu nehmen. Dann wurde das Asylgesetz geändert und so kam es, dass sie 2005 mit neuen Zuwanderungsgeset , die lang ersehnte Aufenthaltsgenehmigung bekamen und so endlich ohne Angst in die Zukunft blicken konnten.
Ihre Vergangenheit war gepflastert von Behörden, Abschiebungsversuche, Baracken, Gemeinschaftsunterkünften und Asylbewerberheimen und nun durften sie bleiben – ganz offiziell und ohne Angst!
Im Anschluss konnte man den beiden Autoren Fragen stellen, Feedback geben und somit ergab sich aus der Unterhaltung eine lebhafte Diskussion. Man hat gemerkt dass die authentischen Lebensbeispiele der Brüder dazu beigetragen haben, den Zuhörern die Fluchtproblematik näher zu bringen und etwas verständlicher zu machen.


Bild für: Autorenlesung: Unerwünscht

Veranstaltung im Familienzentrum Kleeblatt

Erstellt am 01. Juni 2015

 

Am 28.05.2015 fand eine Information – Veranstaltung im Familienzentrum Kleeblatt in Freudenberg statt, die von der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung und dem Familienzentrum Kleeblatt organisiert und durchgeführt wurde.
An der Veranstaltung nahmen einige Eltern und einige Erzieherinnen des Kleeblattes teil. Frau Nahid Yahyai hat an Hand eine Power – Point – Präsentation die Aufgaben der Einrichtung der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung vorgestellt und gestellte Fragen, die während dessen auftraten, beantwortet.
Eine lebhafte Diskussion über die Thematiken Diskriminierung, Integration/ Migration und Vorurteile und aktuelle Thema Flucht und Asyl stand im Raum, viele Anregungen, kritische und interessante Fragen wurden gestellt und auch beantwortet
Danach wurde auf Wunsch der Kurzfilm „Hand in Hand“ gezeigt, der die Diskriminierung und Ausgrenzung vor Augen hält und anschließend veranschaulicht, dass es doch eher auf ein Miteinander ankommt als darauf andere auszugrenzen.
Es gab einen Infotisch, auf dem zahlreiche pädagogische Medien präsentiert wurden, die für die Erzieher/innen und natürlich auch die Eltern sehr interessant waren. Dieser wurde auch gerne genutzt und so konnten viele Medien ausgeliehen werden.


Bild für: Veranstaltung im Familienzentrum Kleeblatt

Filmvorführung in Birlenbacher Grundschule

Erstellt am 29. April 2015

 

Am 27.04.2015 besuchten die Mitarbeiterinnen der Mediathek die Birlenbacher Grundschule in Siegen und trafen dort auf eine Gruppe von 9 Kindern der vierten Klasse, im Alter von 8-11 Jahren. Sie veranstalteten dort ein Informations- und Aufklärungsprogramm zum Thema Rassismus und Diskriminierung, wobei insbesondere auf die Thematik von Flüchtlingskindern eingegangen wurde.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde fand ein Gruppenspiel statt und die Kinder wurden in etwa zwei gleichgroße Gruppen aufgeteilt. Getrennt voneinander wurde den Kindern das Spiel erklärt. Die Aufgabe der einen Gruppe bestand darin so zu tun als sei sie in ein Spiel vertieft, während die andere Gruppe versuchen sollte Anschluss zu finden. Mit Worten wie „Nein, wir wollen nicht mit euch spielen“ wurden sie jedoch abgewiesen und ausgegrenzt. In einer anschließenden Diskussionsrunde wurden die Gefühle der Kinder hinterfragt. Einvernehmlich wurde der Aussage zugestimmt, dass ein gemeinsames Spiel wesentlich schöner sei, als ausgegrenzt zu werden, beziehungsweise auszugrenzen.
Nach diesem Einstiegsspiel wurden den Kindern verschiedene Fotos von Flüchtlingskindern präsentiert. Jedes Kind durfte sich eines der Bilder aussuchen und anschließend seine eigenen Gedanken zu diesem Foto äußern. Erfreulicherweise kam auch hier eine aktive Diskussion zustande und es konnten viele wesentliche Aspekte herausgearbeitet werden. So wurden beispielsweise die verschiedenen Ursachen für kriegerische Auseinandersetzungen erarbeitet und die Situation der Flüchtlingskinder und ihrer Familien näher beleuchtet. Es wurde danach gefragt, aus welchen Gründen die Menschen aus ihrer Heimat fliehen. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass unter anderem Krieg, religiöse Verfolgung und Armut dazu führen können, dass sich die Menschen gezwungen sehen ihr Land zu verlassen.
Nach einer kurzen Pause wurde der Film „Karlinchen“ gezeigt. Anschließend wurde besprochen, welche Empfindungen Karlinchen hatte, als sie alleine und ohne Eltern auf der Suche nach einer neuen Heimat war. Im Anschluss konnten die Kinder ihre Eindrücke zu der Veranstaltung mitteilen. Es hat uns sehr gefreut, dass wir die Kinder erreichen und ihnen das Leben der Flüchtlingskinder näher bringen konnten. Sie teilten uns mit, dass sie zwar schon etwas über die Thematik wussten, ihnen aber bisher nicht klar war, dass die Lage der Familien so schlimm sei. Als anschließendes Fazit konnte festgehalten werden, dass man andere Menschen, die einem auf den ersten Blick vielleicht fremd erscheinen, nicht abweisen sollte. Hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte, welche im Falle der Flüchtlingskinder nicht selten äußerst traurig sein kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Menschen, die die Möglichkeit haben, so gut es geht helfen und nicht die Augen verschließen.


Bild für: Filmvorführung in Birlenbacher Grundschule

Hinschauen und hinterfragen

Erstellt am 09. April 2015

 


Regisseurin Mo Asumang gastierte im Rahmen der „Internationalen Woche gegen Rassismus“ in Siegen
Sie ist Moderatorin, Dozentin, Produzentin und Regisseurin. Vor allem aber ist Mo Asumang eine starke Frau, die trotz immenser Widerstände für ihre Überzeugungen einsteht und dabei große Risiken in Kauf nimmt. Im Rahmen der „Internationalen Woche gegen Rassismus“ reiste die gebürtige Deutsche mit ghanaischen Wurzeln nun nach Siegen und präsentierte ihren aktuellen Dokumentarfilm „Die ARIER“ – ein beeindruckendes, nachdenklich stimmendes Werk über radikales Gedankengut, ideologische Irrwege und Angriffe auf die Grundwerte der Demokratie.

Auf Einladung des „Kommunalen Integrationszentrums (KI) Siegen-Wittgenstein“ und der „Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung“ gastierte Mo Asumang unter anderem im Kulturhaus Lÿz wo sie die 92-minütige Langfassung ihres Werkes vorstellte und ganz bewusst in den Dialog mit den Besuchern trat. Gebannt verfolgten die rund 90 Anwesenden den Film, bevor anschließend eine sehr ergiebige Diskussion auf dem Programm stand. Darüber hinaus stellte die Regisseurin ihre Arbeit auch im Gymnasium auf der Morgenröthe vor. Damit folgte sie ihrem Anspruch, vor allem Jugendliche für die Gefahren, die von der rechten Szene in Deutschland – und weltweit – ausgehen, zu sensibilisieren.

Yvonne Partmann, Leiterin des KI, würdigte in ihrer Begrüßungsansprache das große Engagement Asumangs und stellte dabei die Bedeutung eines friedlichen Miteinanders der Völker und Kulturen in den Mittelpunkt: „Wir sollten die Unterschiede achten und sie als Chance begreifen.“ Umso wichtiger sei es, dem Problem fremdenfeindlicher Gesinnungen aktiv zu begegnen. „Der Film ,Die ARIER‘ thematisiert die Ursachen rassistischer Tendenzen auf nationaler wie internationaler Ebene und zeichnet sich darüber hinaus vor allem durch ein sehr persönliches Moment aus“, fasste Nahid Yahyai

von der „Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung“ zusammen.

Schließlich schöpfte die Regisseurin ihre Motivation für die Umsetzung des Filmprojektes in erster Linie aus ihrer eigenen Lebensgeschichte, denn Mo Asumang ist selbst vor einiger Zeit in den Fokus der rechtsradikalen Szene geraten. Als erste afrodeutsche TV-Moderatorin war die heute 51-Jährige ab 1996 mit der Sendung „Liebe Sünde“ auf den Bildschirmen zu sehen. Auslöser für Asumangs umfangreiche Auseinandersetzung mit den Themen Rassismus und Integration war eine Morddrohung, die eine deutsche Musikformation seinerzeit gegen sie ausgesprochen hat. Seither sieht sich die Wahlberlinerin rassistischen Anfeindungen ausgesetzt.

Der Film zeigt Mo Asumang inmitten der Organisatoren einer Nazidemo und in vielen Gesprächen mit Mitgliedern rassistischer Vereinigungen. Dabei möchte die Regisseurin herausfinden, was sich hinter der Idee des „Herrenmenschen“ verbirgt und woher das fehlerhafte Bild des „Ariers“ eigentlich kommt. Sie reist unter anderem in den Iran, um dort mit den wahren Ariern – einer vorderasiatischen Völkergruppe – in Kontakt zu kommen.

Am Ende der filmischen Spurensuche verabschiedete Mo Asumang die Siegener Gymnasiasten mit dem Gefühl, viel über die Hintergründe des Rassismus gelernt zu haben – sowie dem Appell, selbst etwas gegen Fremdenfeindlichkeit zu tun: „Wir alle müssen hinschauen und die Dinge hinterfragen, wenn wir wirklich etwas ändern wollen.“ Das Internetportal der Bundeszentrale für Politische Bildung bietet allen Interessenten die Möglichkeit, den Film in der Langfassung anzuschauen.


Bild für: Hinschauen und hinterfragen

Internationalen Wochen gegen Rassismus, eine Wanderausstellung zum Thema "Wohnungslose im Nationalsozialismus"

Erstellt am 19. März 2015

 

In diesem Jahr finden die internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16.-28. März statt. Bereits zum 5. Mal nimmt auch die Universitätsstadt Siegen aktiv an diesen Aktionswochen teil und kommt somit dem Aufruf des Interkulturellen Rates nach und setzt ein Zeichen gegen Rassismus.
Am Montag fand der Auftakt der Veranstaltungswoche im Rathaus Weidenau statt, wo vom 16.-28. März die Wanderausstellung „Wohnungslose im Nationalsozialismus“ zu sehen sein wird. Verschiedene Vertreter aus unterschiedlichen Initiativen, Verbänden und Vereinen hatten hier ab 15 Uhr die Möglichkeit sich und ihre Arbeit vorzustellen und sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen. Auch die Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung war Teil dieser Veranstaltung; Auf einem Infotisch wurden diverse Medien präsentiert, welche vor Ort ausgeliehen und mitgenommen werden konnten.
Um 16 Uhr begann der eigentliche Auftakt der Veranstaltung mit einem Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Ayaß, dessen Forschungsschwerpunkt insbesondere die Thematik der Gemeinschaftsfremden zur Zeit des Nationalsozialismus ist und welcher die Wanderausstellung „Wohnungslose im Nationalsozialismus“ konstruiert hat. In seinem Vortrag erinnerte Pr. Dr. Ayaß insbesondere an das Schicksal der Wohnungslosen, Landstreicher, Bettler und Arbeitslosen zur Zeit des Nationalsozialismus. Sie wurden als „Asoziale“ betitelt und bestraft, wobei ihnen durchaus auch eine lebenslange Haftstrafe drohte. Geschätzte 10 000 Menschen waren von diesen Ereignissen betroffen, unter ihnen auch Personen, die aufgrund von physischer oder psychischer Behinderung nicht arbeitsfähig waren. Eine Entschädigungszahlung blieb den meisten verwehrt . Sie kann erst seit einigen Jahren in bestimmten Bundesländern bei Härtefällen beantragt werden; eine Option, die für die meisten Betroffenen zu spät kommt. Am Ende der Rede griff Prof. Dr. Ayaß zwei Einzelschicksale aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein auf und skizierte ihren Lebensverlauf. In der anschließenden Diskussionsrunde meldeten sich hierauf eine Angehörige und ergänzten seine Aussagen.
Im Anschluss an den Vortrag bestand von 17-18 Uhr erneut die Möglichkeit, sich mit dem Infomaterial der verschiedenen Teilnehmer auseinander zu setzen und die Ausstellung zu betrachten, welche auf 13 Schautafeln das Schicksal und das Leid der Menschen darstellt, die durch die Nationalsozialisten als “Asoziale” oder “Zigeuner” verfolgt wurden.


Bild für: Internationalen Wochen gegen Rassismus, eine Wanderausstellung zum Thema